Unsere Sammlung

Liebe Technikfreunde,
 
auf dieser Internetseite haben wir nur einen kleinen Teil unserer Sammlung vorgestellt.
Schließlich sollen ja noch einige Überraschungen und Besonderheiten einen Anreiz zu einem Besuch unseres Oldtimermuseums schaffen.
 

Eine Auswahl unserer Sammlung im Überblick:

KrAZ 255 B

Allgemein:

Die Typbezeichnung KrAZ ist ein Kürzel für das Krementschuker Automobilwerk ("Кременчугский автомобильный завод"), in der Ukraine, in dem die LKW seit 1959 gebaut wurden. Der erste LKW war der KrAZ 214 mit einem Sechszylinder - Zweitakt – Dieselmotor (Lizenz Produktion USA). Ab 1969 begann man mit der Produktion des KrAZ 255 mit einem deutlich leistungsstärkeren V8 - Viertakt - Dieselmotor, dem robusten JaMZ 238, der auch in vielen anderen Fahrzeugen verbaut wurde. Die LKW waren mit den unterschiedlichsten Aufbauvarianten versehen. Die häufigsten waren jedoch Kipper, Zugmaschinen und Mannschaftspritschen für den militärischen Einsatz. In Krementschuk werden heute noch KrAZ LKW gebaut.


Technische Daten:

Baujahr: 1971
Motorbauform: V8 - Viertakt - Diesel
Hubraum:  14860 cm³
Leistung:  240 PS (176 KW) bei 2.100 U/min
Drehmoment:  883 Nm bei 1600 U/min
Leergewicht:  11950 kg
Zuladung:  7750 kg
zul. Gesamtgewicht: 19700 kg
Höhe: 3170 mm
Breite: 2750 mm
Länge: 8650 mm
Verbrauch: 42 l/100 km (Tankinhalt: 2x165 l)
Höchstgeschwindigkeit: 71 km/h

Unser KrAZ wurde bis zu seiner Ausmusterung Mitte der 90ziger Jahre von der polnischen Armee genutzt, überwiegend als Zugfahrzeug eingesetzt, und deshalb mit Rundumleuchten ausgerüstet. Nachdem das Fahrzeug etwa ein Jahrzehnt auf einem polnischen „Schrottplatz“ verbracht hat, haben wir es im Februar 2007 erworben und auf eigener Achse nach Culitzsch gefahren. Im Frühjahr 2008 haben wir unserer KrAZ technisch überholt und im originalen russischen Farbton lackiert. Alles funktioniert wieder einwandfrei. Er fährt seitdem sehr zuverlässig und springt bei jeder Witterung sofort an.

URAL 375 D

Allgemein:

Der URAL 375 D wurde ab 1961 im Uralski Awtomobilny Zawod im russischen Miass produziert. Zunächst ausschließlich Fahrzeuge vom Typ Ural 375 die noch ein Wetterverdeck aus Segeltuch als Dach hatten. Ab 1964 kam dann der Ural 375 D in die Serienfertigung. Dessen Fahrerhaus war komplett aus Metall konstruiert. Der Ural 375 D war eines der Standardfahrzeuge der Sowjetarmee und weiterer Armeen des ehemaligen Ostblocks. So war er auch einer der bekanntesten und meistgenutzten LKW der NVA. Dort ersetzte er den LKW IFA G5, der nicht mehr gebaut werden durfte. Er wurde in zahlreichen Aufbauvarianten in nahezu allen Kasernen eingesetzt. Durch die Antriebsformel 6x6, großer Einzelbereifung, einer Reifendruckregelanlage sowie einem sperr- und untersetzbarem Verteilergetriebe, hat er eine enorme Geländegängigkeit.


Technische Daten:

Baujahr: 1968
Motor: V8 - Viertakt - Otto
Hubraum: 6959 cm³
Leistung: 180 PS (132 KW) bei 3200 U/min
Länge: 7350 mm
Breite: 2690 mm
Höhe: 2980 mm (über Plane)
Leergewicht: 8400 kg
Zuladung:  4800 kg
zul. Gesamtgewicht: 13200 kg
Verbrauch: 60 l/100 km (Tankinhalt 300 l + 60l)
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Seilwinde: 65 m; Zugkraft 70 kN

Unser URAL war zu seiner Dienstzeit in Irfersgrün in unserer unmittelbaren Nachbarschaft untergebracht. Am Fahrzeug wurde die nach Dienstvorschrift vorgeschriebene GR nach einer bestimmten Laufleistung durchgeführt. Äußerlich erkennt man das vor allem durch die NVA Lackierung grün stumpfmatt und die Umrüstung der Beleuchtungsanlage auf DDR- bzw. IFA- Standard. Nach der Wende und der Auflösung der NVA wurde er nach Bayern, in die Nähe von Selb verkauft, wo er fast 20 Jahre meistens im Freien stand. Im Jahr 2009 wurde er dann von einem Autohändler im Internet zum Verkauf angeboten. Dort haben wir ihn erworben und mit einem Tieflader zurück nach Sachsen geholt. Aufgrund der langen Standzeit war eine zweite GR, dieses Mal nach unserem Standard, erforderlich. Das Fahrzeug wurde komplett zerlegt. Das Fahrerhaus und die Pritsche haben wir sandgestrahlt, geschweißt und im GR Farbton grün stumpfmatt lackiert, die Technik repariert oder erneuert.

Planierraupe BAT-M

Allgemein:

Die BAT-M Die BAT-M (russisch БАТ-М) ist eine schwere Planierraupe sowjetischer Produktion, welche für den militärischen Pioniereinsatz gedacht war. Auf diesem Gebiet kam sie auch vorwiegend in den Staaten des Warschauer Paktes zum Einsatz. Das Aufgabengebiet reichte vom Schaffen von Durchfahrten durch Gräben, Anlegen von Kolonnenwegen, Entaktivieren des Geländes, Ausheben von Stellungen bis hin zum Schneeräumen. Das Fahrgestell und die Antriebsanlage wurden vom Kampfpanzer T-54 übernommen, jedoch wurde die Wanne um 180° gedreht. Motor, Kupplung, Getriebe, Lenkgetriebe und Antriebsräder befinden sich im Bug des Fahrzeuges, die Leiträder des Laufwerkes im Heck. Als Fahrerhaus wurde das des LKW ZIS-150 bzw. ZIL-164 genutzt. Dabei wurde das ursprüngliche Fahrerhaus verbreitert. Es bot nun Platz für vier Besatzungsmitglieder. Unter der ursprünglichen Motorhaube sind Kühlanlage, Luftfilter und Nebenaggregate angeordnet, Das Rollenlaufwerk besteht aus fünf gummibereiften Doppellaufrollen. Die Federung erfolgt über Torsionsstäbe.

 

Technische Daten:

Motor: V12 - Viertakt - Diesel; Typ W 401 G
Leistung: 415 PS / 305 kW
Hubraum: 38880 cm³
Batterie: 4 x 12 V a´ 140 Ah
Anlasser: 24 V 15 PS !
Höhe: 3950 mm
Breite mit Schild: 4500 mm
Länge mit Schild: 10000 mm
Masse: 27500 kg
Tragfähigkeit Kran: 2000 kg
Zugkraft der Seilwinde: 196 kN
Länge Seilwinde: 100 m
Spurbreite: 2640 mm
Kettenbreite: 500 mm
Verbrauch: ca. 21 l/Betriebsstunde
Tankinhalt: 1.115 Liter in drei Tanks
Marschgeschwindigkeit: 20-25 km/h

Unsere BAT-M haben wir 2012 von einem Sammler in Nord-Brandenburg gekauft. Dort stand sie auf einem ehemaligen Flugplatz im Freien und wurde bei Veranstaltungen zu Vorführungen genutzt. Der Zustand war dementsprechend gut. Der Vorbesitzer hat sie nach der Wende vom Baukombinat in Rostock erworben. Dort war sie nach ihrer Ausmusterung bei der NVA in den 70ziger Jahren als Planierraupe im Einsatz. Die zivile Verwendung ausgedienter Armee Fahrzeuge war durchaus gängige Praxis in der DDR. Neben dem Baugewerbe wurden sie auch in schneereichen Regionen der Mittelgebirge als Räumgerät genutzt.
Die BAT-M ist in ihrer Bauweise als eine „Mischung zwischen Panzer, Raupe und übergroßem Hauber – LKW“ einmalig und technisch sehr interessant. Aus diesem Grund haben wir uns auch zur Anschaffung und zur Präsentation dieses Fahrzeuges in unserer Ausstellung entschieden.

BAT-M in Marschlage (hintere Stellung)

Schon seit langem wurde nach diesem Fahrzeug Ausschau gehalten. Über dirverse Kontakte zu anderen Technikliebhabern konnte ein Verkäufer in Nord-Brandenburg ausfindig gemacht werden. Unverzüglich wurde eine Probefahrt organisiert. Nach einiger Bedenkzeit entschied man sich, die BAT zu kaufen.
Auf normalem Weg konnte das Kettenfahrzeug unter keinen Umständen nach Culitzsch gelangen. Somit wurde Sie als Sondertransport auf einem Tieflader nach Culitzsch gebracht.

Lada 2103

Allgemein:

Der Lada 2103 wurde im russischen Automobilwerk in Togliatti/ Wolga gefertigt. Dort begann man 1966 Personenkraftwagen der Mittelklasse unter dem Namen Shiguli als Lizenzbau des italienischen Fiat 125 zu bauen. In den siebziger Jahren wurde dann die Markenbezeichnung Lada eingeführt. Die ersten Modelle waren der 2101 mit 1200 cm³ Hubraum und der 2103 mit 1500 cm³ Hubraum. Der 2103 wurde von 1973 bis 1982 gebaut.

Technische Daten:

Baujahr: 1976
Motor: 4-Zylinder - Viertakt - Otto
Hubraum:  1450 cm³
Leistung:  75 PS (55 KW) bei 5600 U/min
Drehmoment:  106 Nm bei 3500 U/min
Leergewicht:  1020 kg
Zuladung:  400 kg
zul. Gesamtgewicht: 1420 kg
Länge: 4116 mm
Breite: 1611 mm
Höhe: 1440 mm
Verbrauch: 12 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Unser Lada wurde 1976 in die DDR exportiert und im thüringischen Wünschendorf zugelassen. Dort verblieb er in Erstbesitz bis er schließlich im September 1998 endgültig stillgelegt wurde und bei einem Autoverwerter landete. Dieser hatte ihn aufgrund seines guten Zustandes (außer ein paar Durchrostungen an den vorderen und hinteren Kotflügeln und im Schwellerbereich war alles sehr gut erhalten) aufgehoben und im Jahr 2004 zum Verkauf angeboten. Dort haben wir ihn zufällig gesehen und anschließend gekauft. Im Jahr 2005 haben wir den Lada dann restauriert und wieder im originalen rot lackiert. Seitdem wird er von uns aufgrund seiner sportlichen Fahreigenschaften gerne für Ausflüge genutzt.

ZIL 131

Allgemein:

Der ZIL-131 (russisch ЗИЛ-131) wurde ab 1967 vom sowjetischen Fahrzeughersteller Zawod Imeni Lichatschowa gebaut. Dieser LKW fand aufgrund seiner guten Geländegängigkeit hauptsächlich im Militär Verwendung und war zusammen mit dem Ural-375D ein Standardlastwagen. Aber auch im zivilen Bereich wurde er insbesondere für Spezialaufbauten eingesetzt. 1974 bekam das Fahrzeug als Auszeichnung das staatliche Gütesiegel der UdSSR. Die Produktion des ZIL-131 in Lichatschow endete im Jahr 1990. Bis dahin wurden insgesamt 998.429 Lastwagen dieses Typs gebaut. In anderen Werken ging die Fertigung bis zur Insolvenz 2011 fast unverändert weiter. In der langen Produktionszeit von über 40 Jahren wurden diverse Varianten des Fahrzeugs hergestellt. Unter anderem Fahrgestelle mit diversen Aufbauten, Sattelzugmaschinen, Feuerwehren, Schneefräsen uvm.


Technische Daten:

Baujahr: 1988
Motor: V8 - Viertakt - Otto
Hubraum: 5996 cm³
Leistung: 150 PS (110 KW)
Länge: 7040 mm
Breite: 2500 mm
Höhe: 2480 mm (über Kabine)
Leergewicht: 6700 kg
Zuladung:  5000 kg, 3500 kg im Gelände
zul. Gesamtgewicht: 11925 kg
Verbrauch: 40 l/100 km (Tankinhalt: 2x 170 l)
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Unser Fahrzeug stammt aus der tschechischen Staatsreserve und war eine Panzerwerkstatt. Dabei bildeten immer drei dieser Kofferfahrzeuge eine Einheit auf denen jeweils unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände und Werkzeuge montiert waren. Diese standen dann im Einsatz nebeneinander und wurden mit Kabel verbunden. Die Koffer konnten luftdicht verschlossen werden und waren mit einer Entgiftungs- bzw. Versorgungsanlage für ABC Angriffe ausgerüstet. So konnte man im atomaren Ernstfall einige Stunden darin überleben. Wir haben den ZIL im Jahr 2004 von unserem Vorbesitzer, von dem er „importiert“ wurde, erworben. Er hatte damals nur 635 km auf dem Tacho. Der Koffer wurde bei seiner Ausmusterung von der tschechischen Armee komplett entleert. Wir haben in dann zu einem „Wohnmobil“ ausgebaut und nutzen ihn bei der Teilnahme an Oldtimerveranstaltungen zu Übernachtung. Der ZIL ist ein sehr zuverlässiger LKW.

GAZ 69

Allgemein:

Der GAZ-69 (russisch ГАЗ-69) ist ein Geländewagen der ab 1953 zunächst vom sowjetischen Gorkowski Awtomobilny Zawod (GAZ) in Serie produziert wurde. Sein Vorgänger war der GAZ-67B aus dem Jahr 1944, der dem Willys Jeep ähnelte. Im Jahr 1954 wurde die Produktion wegen Überlastung durch zahlreiche parallel gebaute PKW und LKW (z.B. Wolga oder GAZ 66) von Gorki in das Uljanowski Awtomobilny Zawod (UAZ) verlagert. Technische Änderungen gab es keine, lediglich der Schriftzug auf der Motorhaube änderte sich von GAZ in UAZ. Einige Jahre vor dem Produktionsende erschien eine überarbeitete Version des Fahrzeugs mit stärkerem 2,4-Liter-Motor, die als GAZ-69M oder GAZ-69AM (Viertürer) bezeichnet wurden. Von beiden Modellen wurden lediglich 10.551 Stück gebaut. Ab 1957 wurden die Fahrzeuge auch vom rumänischen Hersteller ARO in Lizenz gefertigt.


Technische Daten:

Baujahr: 1968
Motorbauform: 4-Zylinder - Viertakt - Otto
Hubraum:  2400 cm³
Leistung:  65 PS (48 KW)
Drehmoment:  140 Nm bei 2000 U/min
Leergewicht:  1525 kg
Zuladung:  650 kg
zul. Gesamtgewicht: 2175 kg
Höhe: 2015 mm
Breite: 1850 mm
Länge: 3850 mm
Verbrauch: 22l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h

Unser GAZ 69 ist einer der seltenen M Modelle mit leistungsgesteigertem Motor. Seine Dienstzeit verbrachte er bei der Reserve der NVA. Nach der Wende im Mai 1990 wurde er von einem Käufer aus Zwickau erworben der ihn bereits einen Monat später an einen Freund von Andreas Schwalbe nach Wilkau-Haßlau verkauft hat. Dieser hat ihn dann einige Jahre als Futtermitteltransportfahrzeug für seine Schafe genutzt. Nach dessen Ableben stand er dann einige Jahre in einer maroden Garage. Als diese drohte einzustürzen hat sein Sohn in uns überlassen. Der Zustand war inzwischen so schlecht dass nur noch eine Komplettrestauration half. Diese haben wir dann 1999 durchgeführt. Wir hatten zu der Zeit noch kein Sandstrahlgerät. Deshalb haben wir das komplett zerlegte Fahrzeug blank „geigelt“ und von Grund auf neu lackiert. Heute ist er eines unserer zuverlässigsten Fahrzeuge und wird gerne gefahren.

Trabant 601

Allgemein:

Der Trabant 601 war das meistgebaute Modell der im VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau hergestellten Trabant-Baureihe. Er wurde unter der Typenbezeichnung P601 von 1964 bis 1990 gebaut, der Motor wurde im Barkas-Werk produziert. Während dieser langen Bauzeit gab es keine nennenswerten Innovationen. Durch die ausbleibenden Modernisierungen wurde auch die Fertigungstechnik nicht weiterentwickelt, was zu einem starkem Verschleiß des Maschinenparks und einem gleichbleibenden Arbeitsprozess führte. Trotzdem wurde der Trabant weiter gekauft, weil es kaum Alternativen gab. Die Wartezeit für einen Trabant P 601 betrug im Jahr 1988 bis zu 15 Jahre. Der Preis für die günstigste Ausführung war auf 8.500 M der DDR festgesetzt. Auf dem Schwarzmarkt wurden neue Trabant ohne Wartezeit für 20.000 Mark gehandelt. 1988 waren in der DDR ca. 1,9 Millionen Trabant zugelassen. Insgesamt verließen 2.821.381 Stück das Werk in Zwickau. Kein anderes Fahrzeug oder Konsumgut verkörpert bis heute die DDR so stark wie der „Trabbi“.

Technische Daten:

Baujahr: 1988
Motorbauform: 2-Zylinder - Zweitakt - Otto (luftgekühlt)
Hubraum:  594,5 cm³
Leistung:  26 PS (19 KW) bei 4200 U/min
Drehmoment:  54 Nm bei 3000 U/min
Leergewicht:  615 kg
Zuladung:  335 kg
zul. Gesamtgewicht: 950 kg
Höhe: 1440 mm
Breite: 1510 mm
Länge: 3560 mm
Verbrauch: 7,0l/100km Benzin Öl Gemisch 1:33
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Unseren Trabant P 601 haben wir 2009 von einem Händler erworben. Von der weiteren Vorgeschichte ist uns daher nichts bekannt. Bei der Restauration 2010 entschieden wir uns aufgrund starker Durchrostungen an der Karosserie (ja; ein Trabbi besteht nicht nur aus „Pappe“), diese komplett zu ersetzen. Leider konnte keine passende des eigentlichen Baujahres 1988 ausfindig gemacht werden und somit hat unser Trabbi eine Karosserie von 1976 erhalten.
Zahlreiche Einzelheiten des 88ziger Modells mussten abgeändert werden. Unter anderem wurden die hinteren Ausstellfenster durch eine Festverglasung ersetzt, die Hinterachse wurde von Spiralfeder auf Plattfeder umgebaut und die Sitzschienen der 88ziger Karosserie wurden an die 76ziger geschweißt, nur so konnten wir die gut erhaltenen Sitze und die Innenausstattung verwenden. Das wir dadurch jetzt ein „Mischmodell“ haben ist uns durchaus bewusst. Zu DDR Zeiten war diese Verfahrensweise üblich. Man musste aus dem was gerade vorhanden war etwas machen. Somit haben wir nun eine originale DDR Restauration.

Wartburg 353

Allgemein:

Der Wartburg war neben dem Trabant einer der bekanntesten und meistgenutzten PKW der DDR. Die Baureihe 353 wurde ab 1966 im Automobilwerk Eisenach gefertigt. Das Fahrzeug ist die Weiterentwicklung des Wartburg 311 aus dem traditionsreichen Fahrzeugwerk ( seit 1929 ) in Thüringen. Der Wartburg Typ 353 erhielt im Laufe der Jahre einige technische Veränderung blieb aber bei der langen Bauzeit hinter dem internationalen Standard zurück. Er wurde wie sein Vorgänger in Rahmenbauweise hergestellt, hatte Einzelradaufhängung und Frontantrieb. Ab März 1975 wurde der 353 W (Weiterentwicklung) mit einigen Detailveränderungen eingeführt. Die wesentlichste Änderung waren Scheibenbremsen an der Vorderachse und Halogenscheinwerfer.

Technische Daten:

Baujahr: 1978
Motor: 3-Zylinder - Zweitakt - Otto
Hubraum:  992 cm³
Leistung:  50 PS (37 KW) bei 4250 U/min
Drehmoment:  106 Nm bei 3000 U/min
Leergewicht:  920 kg
Zuladung:  400 kg
zul. Gesamtgewicht: 1320 kg
Länge: 4220 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1495 mm
Tankinhalt: 44 l
Verbrauch: 10 l/100 km Benzin Öl Gemisch 1:33
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Unser Wartburg 353 W ist ein „Reimport“ aus Ungarn. Er wurde dort von seinem Käufer am 5.Juli 1978 zugelassen und verblieb bis zu dessen Ableben im Juli 2008 unter demselben Kennzeichen angemeldet. Er ist mit dem Wartburg 104025 km gefahren und hat ihn stets gewartet und pfleglich behandelt. So ist er heute noch im originalen Auslieferungszustand erhalten. Im Januar 2011 wurde er von den Erben an einen ungarischen Autohändler verkauft und von einem deutschen Urlauber mit nach Hause gebracht. Dieser hatte aber schon mehrere Wartburg in seinem Besitz, und hat ihn uns verkauft. Nach einer gründlichen Durchsicht und einigen kleinen Reparaturen ist das Fahrzeug in einem einsatzfähigen originalen Zustand.

Wolga M 21

Allgemein:

Der Wolga M-21 des sowjetischen Herstellers GAZ aus Gorki (heute Nischni Nowgorod) löste 1956 den GAZ M 20 Pobeda ab und wurde bis 1968 gebaut. Die Kombivariante war der M-22. Vom Vorgänger wurden einige Baugruppen übernommen. Er war der erste Wagen mit dem Markennamen Wolga (russisch „Волга“). Eine relevante Modernisierung fand lediglich im Jahr 1962 statt, als die Federung durch geänderte Teleskopstoßdämpfer verbessert und die Motorleistung von 70 auf 75 PS gesteigert wurde. Die auffälligste äußere Modernisierung war das sogenannte „Haifischgrill“ welches sich dann im Laufe der Jahre als Markenzeichen einprägte. Bei der Karosserieform ist der amerikanischen Stil nicht zu verkennen. In der DDR wurde er meist als Behördenfahrzeug oder Taxi eingesetzt. Abgelöst wurde er 1967 durch den weiterentwickelten Wolga GAZ – 24.

Technische Daten:

Baujahr: 1962
Motorbauform: 4-Zylinder - Viertakt - Otto
Hubraum:  2445 cm³
Leistung:  75 PS (55 KW) bei 4000 U/min
Drehmoment:  170 Nm bei 2000 U/min
Leergewicht:  1360 kg
Zuladung:  520 kg
zul. Gesamtgewicht: 1880 kg
Höhe: 1620 mm
Breite: 1800 mm
Länge: 4830 mm
Verbrauch: 13,5 l/100 km Normalbenzin
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Unseren M-21 haben wir 2005 gekauft. Ursprünglich fuhr er als hellblauer Wolga auf den Straßen Bulgariens. Sein Zustand war außer der Chromteile sehr schlecht. Die Karosserie hatte zahlreiche Durchrostungen, die Sitze hatten Mäuse als Wohnraum genutzt und beim Motor waren alle Kolben irgendwie gerissen. Aber er lief! Eine Komplettrestauration war unumgänglich. Er wurde in seine Einzelteile zerlegt, zum ersten Mal wagten wir uns die Karosserieteile selbst zu sandstrahlen. Der Motor wurde mit neuen Kolben und Büchse versehen, die Traggelenke und Federn der Achsen wurden durch neue ersetzt, die Sitze neu gepolstert und der Dachhimmel neu bezogen. Durch langjährige Kontakte zu einer ehemaligen Wolga Werkstatt und demzufolge hohen Eigenbeständen konnten nur Originalteile verbaut werden. Die 1. Probefahrt erfolgte am Karfreitag 2007 nur mit Rahmen und Karosserie ohne Türen und Kotflügel. Als Sitz diente ein Bierkasten. Ende 2007 war es dann geschafft, der Wolga war wieder im Originalzustand. Heute ist er oft in der Familie und bei Freunden als Hochzeitsauto im Einsatz.

GARANT K 30

Allgemein:

Der LKW Garant 30 K wurde von 1956 bis 1960 im VEB Robur-Werke Zittau gebaut. Der Dreitonner war im DDR-Fahrzeugbau oberhalb des Framo V 901/2 und unterhalb des IFA H3A angesiedelt. Die Bezeichnung gibt hier den Motortyp an: „30“ steht für 30 dl Hubraum und das „K“ für kopfgesteuert. Den LKW gab es in verschiedenen Ausführungen, z.B. mit Pritschen- und Kofferaufbau, als Mehrzweckfahrzeug mit Allradantrieb und als Reisebus. Das Fahrzeug wurde auf zahlreichen internationalen Messen präsentiert und bis 1959 in über 40 Länder exportiert. Die anspruchslose Luftkühlung brachte ihm auch in tropischen und trockenen Regionen der Welt einen Wettbewerbsvorteil ein. Selbst unter starker Belastung bei großer Hitze in Afrika gab es keine Probleme mit der Kühlung.

Technische Daten:

Baujahr: 1960
Motorbauform: 4-Zylinder - Viertakt - Otto (luftgekühlt)
Hubraum: 3.000 cm³
Leistung: 60 PS (44KW) bei 2800 U/min
Drehmoment: 185 Nm bei 1.600 U/min
Leergewicht: 3700 kg
Zuladung: 680 kg
zul. Gesamtgewicht: 4380 kg
Länge: 6100 mm
Breite: 2120 mm
Höhe: 2650 mm
Verbrauch: 22 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

Unser „K 30“ wurde 1960 vom Rat der Gemeinde Limbach / Vogtland zugelassen und bei der Feuerwehr in Dienst gestellt. Es ist ein Löschgruppenfahrzeug (LF) mit Tragkraftspritze (TS) 8/8. Es hat 135 m C-Druckschläuche, 545 m B-Druckschläuche und zwei Sauerstoffschutzgeräte an Bord. Das Fahrzeug war in seinem Grundaufbau ein Pritschenfahrzeug mit Spriegel, Plane und Allradantrieb (4x4). Nach Limbach kam es dann zur Freiwilligen Feuerwehr Rothenkirchen wo es schließlich 1991 außer Dienst gestellt und offiziell „verschrottet“ wurde. Ein Kamerad der FFW Rothenkirchen hat es danach übernommen und uns am 6.6.2011 verkauft. Wir haben es technisch überholt und im originalen, gut erhaltenen Einsatzzustand belassen.

Wartburg 311/0 1000

Allgemein:

Der Wartburg 311 wurde im VEB Automobilwerk Eisenach (AWE) von 1955 bis 1965 in verschiedenen Varianten gebaut. Nach der Hubraumvergrößerung 1962 kam die Bezeichnung Wartburg 1000 hinzu. Äußerlich kaum verändert, wurde das Fahrzeug in einer weiterentwickelten Variante als Wartburg 312 bis 1967 weiter produziert. Vom Wartburg 311 wurden insgesamt 247.368 Fahrzeuge hergestellt. Die Anschaffungskosten der Wartburg Standard Limousine lagen damals bei 15.200 MDN.

Technische Daten:

Baujahr: 1963
Motor: 3-Zylinder - Zweitakt - Otto
Hubraum: 992 cm³
Leistung: 45 PS (33 KW) bei 4200 U/min
Drehmoment: 95 Nm bei 2200 U/min
Leergewicht: 920 Kg
Zuladung: 380 Kg
zul. Gesamtgewicht: 1300 Kg
Höhe: 1450 mm
Breite: 1570 mm
Länge: 4300 mm
Verbrauch: 9,3 l/100 km Benzin Öl Gemisch 1:25
Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Unser Wartburg kommt aus Eisenberg in Thüringen. Dort wollten wir uns im Oktober 2009 eigentlich einen Skoda Oktavia anschauen. Durch Zufall stand dort auch dieser Wartburg der aber eigentlich nicht zu verkaufen war. Der Besitzer entschied sich kurze Zeit später ihn doch abzugeben. Also ging es am 18.11.2009 wieder nach Thüringen. Dort erfolgte eine kleine Probefahrt und es fiel die Entscheidung zum Kauf. Im Gespräch mit dem Vorbesitzer stellte sich heraus, dass dieser damals noch hellblaue Wartburg im Film "Go West" im Einsatz war. Der Wartburg sollte nach Culitzsch gefahren werden. Nach einer Panne und weiteren 3 Stunden Fahrt erreichten wir dann das Ziel. Das Auto wurde komplett zerlegt, sandgestrahlt, geschweißt, neu lackiert und im Mai 2013 fertig gestellt. Im Juni 2014 wagten wir uns mit dem Wartburg 311 und einem Camptourist 6-2 auf den Weg zur Ostsee, hier bewies das Fahrzeug seine Zuverlässigkeit, für das es damals so bekannt und beliebt war.

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Vorstand: 0172  376 25 09
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Saisonbeginn 04.05.19
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